Insektenschutz jetzt beginnen!

Pflanze eine kleine Blumenwiese

Wir möchten Sie anregen, eine Bienenweide anzulegen, sei sie auch noch so klein. Auf dem heimischen Balkon, im eigenen Garten oder im Schulgarten oder dem Garten der Kita. Wo auch immer. Wir selber werden in diesem Jahr in den uns angeschlossenen Schullandheimen

diese Aktion massiv unterstützen und laden unsere Gäste ein, diesem Beispiel zu folgen.

 

Zum Hintergrund unseres Engagements: Wir alle können gemeinsam die nachfolgende Generation zu einer entsprechenden Haltung sensibilisieren. Lernen darf nicht nur in der digitalen Welt geschehen. Die Wertschätzung der Natur in ihren Zusammenhängen und das Prinzip der Nachhaltigkeit müssen weiterhin unser Leitgedanke sein. Standthema auf der didacta 2018 des Verbandes Deutscher Schullandheime:

„Insektenschutz und nachhaltige Ernährung in Schullandheimen“

 

Als Symbolinsekt für unser Thema wurde die Honigbiene gewählt. Sie ist positiv besetzt und für Ihren großen Beitrag bei der Obsterzeugung weltweit bekannt. „Die Honigbiene ist wirtschaftlich eine echte Größe. Um das nachzuvollziehen, reicht meist schon eine Zahl: Rund 85 % der landwirtschaftlichen Erträge im Pflanzen- und Obstbau hängen in Deutschland von der Bestäubung der Honigbienen ab.“ (Quelle: Deutscher Imkerbund)

 

Hintergrundinformation:

Das Insektensterben in Deutschland ist dramatisch und mit bis zu 80 % in den letzten 20 Jahren dokumentiert. Dieser Trend ist weltweit zu verzeichnen. Insekten sind ein wesentlicher Teil unserer Lebensgrundlagen. Die Honigbiene trägt zum Beispiel mit ihrer

Bestäubungstätigkeit wesentlich zur Nahrungserzeugung bei. Andere Insekten sorgen dafür, dass Pflanzen verfügbar werden und sich so der Kreislauf des Lebens wieder schließt (Beispiele: der Aaskäfer und der Pillendreher durch seine Ausscheidungen). Ein Hauptgrund für das Insektensterben liegt in der industriellen großflächigen Landwirtschaft, die gekoppelt ist mit der Verwendung von Totalherbiziden wie z.B. Glyphosat oder Insektenvernichtungsmittel beispielhaft aus der Gruppe der Neonikotinoide. Aber auch in der Umwandlung von insektenartenreichen Regenwaldflächen in Sojaäcker, im Wesentlichen für die Produktion tierischer Lebensmittel. Einige weitere Gründe sind der Klimawandel und auf Deutschland bezogen, auch der Rückgang von Brachflächen.

Mit der Art der Ernährung und den Bezug der Nahrungsmittel in unseren Schulland­heimen entscheiden wir täglich darüber, wie insektenfreundlich und damit auch lebens­­be­jahend die Ernährung in den Schullandheimen ist.

Hier wollen auch wir Zeichen im Rahmen der Nachhaltigkeit setzen!

Der Bezug von Gemüse und tierischen Produkten aus biologisch erzeugtem Anbau und artgerechter Tierhaltung ist insektenfreundlich.

Ein Treiber des Insektensterbens ist der hohe Fleischkonsum (1,1 kg/pro Person und Woche). Er geht einher mit entsprechend hohem Flächen-, Totalherbizid- und Insektenvernichtungsmitteleinsatz. Milchprodukte, insbesondere aus konventioneller Tierhaltung, haben eine ähnlich schlechte Gesamtbilanz. Die Produktion von tierischen Lebensmitteln trägt mit ca. 25 % zum Klimawandel bei.

Wir sind bestrebt, in unseren Schullandheimen tierische Produkte in „insektenfreundlicher Bio-Qualität“ anzubieten. Jedes Jahr wollen wir gemeinsam und weiteren Akteuren den Weltbienentag feiern.